E-Government
Computer, Handy, Internet: Wir befinden uns in einer durch und durch technischen und auch technologischen Gesellschaft und sind – ohne es zu bemerken – ständig von Technologie umgeben. Mobilfunk und Web sind unsere „neuen“ Kommunikationssysteme, ohne die unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde. Unvorstellbar, kein Telefonat mehr mobil machen zu können. Kaum denkbar, nicht mehr Nachrichten per E-Mail binnen Sekunden weltweit verschicken oder sich mit einigen Klicks Informationen im Web beschaffen zu können.
Was ist E Government?E-Government heißt übersetzt eigentlich „elektronische Regierung“. Allerdings hat sich der Begriff E-Government weltweit als Begriff für „Regieren und Verwalten mittels elektronischer Technik“ etabliert. Grob gesagt, versteht man darunter das Online Angebot des Staates.
E-Government meint die Gesamtheit aller elektronischen Angebote der öffentlichen Verwaltung für die Menschen im Land und ist auch Synonym für einen modernen und innovativen Staat, in dem Qualität, Vertrauen und Tempo zentrale Elemente sind.
Ämter und Behörden nutzen Technologien wie Internet oder Mobilfunk, um mit den Bürgern und den Unternehmen in Kontakt zu treten. Auch interne Arbeitsläufe der öffentlichen Verwaltung und Behörden werden durch die neuen Technologien unterstützt. E-Government betrifft jeden Bürger, jedes Unternehmen und jede Behörde. Viele Dienstleistungen ersparen den alt bekannten „Weg zum Amt“, weil Anträge via Internet zur Behörde geschickt werden können, weil die Bürger und Unternehmer mittels neuer Kommunikationstechnologien interaktiv mit der Verwaltung kommunizieren. Und da es im World Wide Web praktisch keine Sperrstunde gibt, können rund um die Uhr Anträge im elektronischen Amt abgegeben werden. Mit E-Government wird auch die Verwaltung auf ein neues Niveau gehoben: Historisch gewachsene Prozesse und Formulare werden überprüft, gegebenenfalls erneuert oder ganz entrümpelt. Allerdings heißt E-Government nicht Zwangsbeglückung – Behördenwege können, müssen aber nicht im Internet erledigt werden. Für all jene, die den persönlichen Kontakt mit Behördenvertretern bevorzugen oder die nach wie vor Scheu im Umgang mit „dem Internet“ haben, wird es weiterhin möglich sein, selbst beim Amt vorbeizuschauen. Der Nutzen von E-GovernmentE-Government bedeutet für Bürger, beispielsweise die Arbeitnehmerveranlagung, das Stipendium oder eine Strafregisterbescheinigung via Internet beantragen zu können. Manche Dokumente wie etwa der Meldezettel werden überflüssig, weil Meldedaten zwischen Behörden direkt elektronisch ausgetauscht werden können.
Die vielen neuen ChancenE-Government hat in Österreich schon früh begonnen, seit 1998 haben die Ämter und Verantwortlichen am Ausbau der Dienste kontinuierlich gearbeitet. Die Kommunikation zwischen den Behörden hat sich durch E-Government-Lösungen verbessert. Es wurden und werden neue Dienstleistungen und Service-Angebote entwickelt und bestehende Abläufe verbessert und modernisiert. Es gibt bereits einige Behördenverfahren, wie etwa der Online-Steuerausgleich, die komplett im Internet abgewickelt werden können. Österreich ist damit nicht nur einer der Vorreiter innerhalb der EU, sondern gilt auch als globales Beispiel dafür, wie E-Government funktionieren kann bzw. soll.
Hinweis:
Hier könnten für die Allgemeinheit zur Vertiefung noch die Web-Links und Tools zu den Modulen angeführt werden. Die restlichen Unterrichtsmaterialien eigenen sich wahrscheinlich nicht für den allgemeinen Gebrauch.
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