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E-Democracy


„E-Demokratie“ ist keine neue Demokratieform sondern steht für den Einsatz interaktiver Medien zur Stärkung und zum Ausbau der bestehenden Demokratien. Weitere ähnliche Begriffe sind u.a. „M-Democracy/Participation“ (Mobiltelefonie) und „T-Democracy/Participation“ (Bürgerfernsehen etc.) – doch durch die zunehmende Medienkonvergenz werden diese Unterscheidungen allmählich irrelevant.


Ausschlaggebend bei der Abgrenzung zur herkömmlichen Partizipation sind weniger die technologischen Trägermedien als vielmehr die neuen interaktiven Nutzungspotenziale, weshalb auch gelegentlich der Ausdruck „interaktive Demokratie“ bevorzugt wird .
„E-Participation“ umfasst die elektronische Unterstützung sämtlicher Aktivitäten der Öffentlichkeit die eine Teilhabe an gesellschaftlich relevanten Prozessen intendieren, darunter die Beteiligung an der politischen Meinungs- und Willensbildung oder an der öffentlichen Leistungserstellung („E-Services“).


Durch die elektronische Unterstützung, Vorbereitung oder Durchführung von demokratischen Entscheidungsakten, stärkt E-Participation mittelbar auch die verfassungsrechtlichen Prinzipien, direktdemokratischen Elemente und das gesellschaftliche Engagement in Selbstorganisationsprozessen. Einzelpersonen und Interessengruppen werden unterstützt, sich bei Vorhaben, Planungen und Entwicklungen im öffentlichen Bereich zu beteiligen. Im Idealfall führt diese Interaktion zwischen BürgerInnen und PolitikerInnen zu einer Stärkung der Demokratie („Strong Democracy“ ).


Die Online-Beteiligung ist auf nichtstaatliche Bereiche erweiterbar und umfasst auch gesellschaftspolitisches Engagement, verschiedene C2B-, C2C- und NGO-Aktivitäten (wie Freiwilligenagenturen, Expertenforen oder Vereine). Insbesondere im Dritten Sektor schlummert noch demokratisches Veränderungspotential durch die IKT (z.B. interne Kommunikation der Parteien und Interessenvertretungen).
Digital-basierte Netzwerke ermöglichen neue Formen der sektoren-übergreifenden Zusammenarbeit, sowohl bei öffentlichen Dienstleistungen als auch zur Gestaltung von Politik. Letztlich kann politische Partizipation auf alle gesellschaftlichen Gebiete ausstrahlen, trägt zum Abbau struktureller Ungleichheiten und Barrieren bei – ein wechselseitiger Rückkopplungsprozess der Demokratisierung von Staat und Gesellschaft.

Hier zeichnet sich eine evolutionäre Transformation ab, vom monolithischen Staat hin zur pluralistischen Vernetzung mit Wirtschaft und Gesellschaft. In Zukunft können solche kooperativen Netze („Governance Webs “) sowohl öffentliche Services erbringen als auch politische Prozesse prägen.

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